HM-01

-Prototyp-

 

 

Auf der IAA 2001 in Frankfurt zeigt Subaru erstmals das Konzeptfahrzeug Subaru HM-01 eine optische Reminiszenz an den 360, das allererste Subaru-Modell und gleichzeitig eine technische Option für die Zukunft: Der HM-01 verkörpert mehr als 40 Jahre Erfahrung im Bau von Mini-Cars, und er ist der erste Subaru, der über einen hochmodernen Hybrid-Antrieb verfügt. Subaru sieht im HM-01 seinen Beitrag für umweltfreundliche und effektive Mobilität im städtischen Straßenverkehr.

Die Studie HM-01 basiert auf dem in Japan überaus erfolgreichen Kleinwagen Pleo und verfügt über ein widerstandsfähiges, aber dennoch leichtes Monococque. Der kompakte 2+2-Sitzer ist 3,425 Meter lang, 1,425 Meter breit und 1,475 Meter hoch. Sein Radstand beträgt 2,31 Meter. Der Clou des HM-01 ist sein revolutionärer Hybridantrieb, denn der HM-01 arbeitet mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Ein 658 Kubikzentimeter großer Vierzylindermotor aus dem Pleo treibt über ein stufenloses i-CVT-Getriebe die Vorderräder an. Zusätzlich bringt ein 42-Volt-Elektromotor seine Kraft an die Hinterräder. Dieser Elektromotor leistet fünf Kilowatt und verfügt über ein maximales Drehmoment von 144 Newtonmeter. Herzstück des Systems ist eine zentrale Steuerungseinheit, die in jedem Fahrzustand die umweltfreundlichste Kombination aus Motor- und Elektroantrieb wählt und jedem Rad genau die Leistung zuteilt, die aufgrund der Bodenhaftung möglich ist.

Über eine Start-Stop-Automatik schaltet der Motor beim Anhalten ab, und ein zwei Kilowatt starker Anlasser startet beim Tritt auf das Gaspedal den HM-01 automatisch wieder. Beim Beschleunigen liefert die Batterie zusätzliche Energie für den Elektromotor, damit dieser den Benzinmotor unterstützt. Bei Talfahrt oder beim Bremsen wird die frei werdende Energie vom Drehstromgenerator der Heckantriebseinheit in Elektrizität umgewandelt und zum Aufladen der Batterie verwendet. Dabei unterliegen die Räder einer sorgfältigen elektrischen Kontrolle, damit die Fahrstabilität unter allen Umständen gesichert bleibt. Anstelle eines konventionellen Reduktionsgetriebes gewährleistet ein speziell auf den HM-01 ausgelegtes Planetengetriebe jederzeit einen komfortablen Antrieb und koppelt die Aggregate Benzinmotor, Elektromotor und Generator miteinander. Jedes einzelne Element des Antriebs wurde in Größe und Gewicht minimiert und den begrenzten räumlichen Gegebenheiten im HM-01 angepasst.

Die elektrischen Komponenten des HM-01 bestehen aus einer 36-Volt-Säurebatterie, in Verbindung mit einer herkömmlichen 12-Volt-Einheit, die auch noch leicht zu recyceln ist. Ein Wandler mit drei Kilowatt Leistung regelt in Verbindung mit einem Gleichstromrichter den Strom für die übrige Autoelektrik auf 14 Volt herunter. Trotz seiner innovativen Konstruktion verwendet Subaru beim HM-01 herkömmliche marktübliche elektrische Komponenten, und das bringt zwei Vorteile. Erstens senkt es die Herstellungs- und Unterhaltskosten und zweitens macht es den Aufbau einer besonderen Infrastruktur für die Herstellung und Zulieferung spezieller elektrischer Komponenten überflüssig. Geringe Kosten sollen den Hybrid-Subaru HM-01 in Zukunft für eine breite Zielgruppe attraktiv machen.

Technische Daten

HM-01 Basisfahrzeug: PLEO MPi-NA i-CVT 4WD
Länge/Breite/Höhe: 3425 mm x 1425 mm x 1475 mm
Radstand: 2310 mm
Motor: Vierzylinder-Reihenmotor
Hubraum: 658 ccm
Leistung: 34 kW / 46 PS bei 6.000/min
Max. Drehmoment: 58 Nm bei 5.200/min
Antrieb: Allradantrieb (vorne: i-CVT; hinten: elektrisch)
Reifengröße: 175/60 x 15
Elektrischer Heckantrieb, Arbeitsspannung: 42 Volt; max. Drehmoment: 144 Nm; max.
Leistung: 5 kW Hochleistungsgenerator
Arbeitsspannung: 42 Volt;
max. Stromleistung: 70 A
max. Leistung: 3 kW
Hauptbatterie: 36 Volt Blei-Säure-Batterie
Größe: 80D26R,
Kapazität: 16 Ah
12-Volt-Batterie: 38B20L
Kapazität: 28 Ah DC-DC
Konverter: 42 Volt auf 14 Volt
max. Stromleistung: 70 A
Start-Stop-System: Starter mit 42 Volt Arbeitsspannung und elektromagnetischer Kupplung
Drehmoment bei Höchstleistung: 50 Nm
Höchstleistung: 2 kW bei 380/min (Starter)

 

© 2005-2017 Frank Göpfert